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Parodontologie

Unter einer Parodontitis versteht man eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Viele Menschen leiden an Parodontitis. Diese Zahnerkrankung tritt meist im mittleren und höheren Alter auf und betrifft Patienten in diesem Alter häufiger als Karies. Die Entzündung beginnt meist schleichend, erst harmlos und ohne Schmerzen. Meist ist am Anfang nur der Zahnfleischsaum entzündet. Durch das Eindringen von Bakterien in den Zahnzwischenraum zwischen Zahn und Zahnfleischsaum (sog. Zahnfleischtasche) schwillt das Gewebe an und rötet sich. Häufig ist Zahnfleischbluten ein erster Hinweis auf eine Parodontitis. Im fortgeschrittenen Stadium geht die Parodontitis mit Knochenabbau einher. Zahnlockerungen und später Zahnverlust sind die Folge.


  • Ursachen

    Die Ursachen sind meist mangelnde oder fehlende Zahnpflege, funktionelle Ursachen (Fehl- oder Überbelastung), Störungen des Immunsystems und häufig eine genetische Disposition oder eine aggressive Bakterienflora.

  • Bestimmung des Parodontitis-Risikos durch Keimtest

    Bei vertieften Zahnfleischtaschen ist es sinnvoll, einen Test zur Bestimmung des Parodontitis-Risikos durchzuführen. Dabei werden die vorhandenen Bakterien bestimmt. Aus der Art und Menge bestimmter Leitkeime kann eine Prognose für das Parodontitisrisiko sowie das Fortschreiten der Erkrankung gestellt und ggf. ein geeignetes Antibiotikum individuell ausgewählt werden, das dann begleitend zur systematischen Parodontitisbehandlung angewendet werden kann.

  • Zahnärtzliche Behandlung

    Durch zahnärztliches Eingreifen kann die Parodontitis gestoppt werden! Verlorener Knochen kann normalerweise jedoch nicht wiedergewonnen werden. Das Prinzip der Parodontitisbehandlung besteht in der Beseitigung der bakterienbeherbergenden Beläge an der Wurzeloberfläche. Die Folge ist die Gesundung des Zahnhalteapparates und die Verkleinerung der Zahnfleischtasche.

  • Nachsorge PA-Behandlung

    Sie hatten eine Parodontitis-Behandlung? Ein wichtiger Teil der Behandlung ist die Nachsorge. Sie soll verhindern, dass die Erkrankung erneut auftritt. Bei einem Nachsorgetermin werden Zähne, Zahnfleisch und Zahnhalteapparat untersucht und man wird beraten, wie die Zahnpflege weiter verbessert werden kann. Denn einer erneuten Parodontitis lässt sich nur vorbeugen, wenn die Zähne auch zu Hause gut gepflegt werden. Die persönliche Mundhygiene sollte durch eine halbjährliche Professionelle Zahnreinigung (alle 6 Monate) unterstützt werden.